Der Alltag in der Mehlwürmli-Wohnung

Jeweils jeden Montag, Mittwoch und Freitag wurden alle Mehlwürmer der jeweiligen Box zusammen gewogen.

Dabei wurde überprüft, ob in den drei Boxen jeweils noch 15 Mehlwürmer vorhanden waren. Dies war bei Glukose leider nicht der Fall. Ein Mehlwurm fehlte bereits am dritten Messungstag. Mehlwürmer sind nämlich kannibalisch, wenn sie nicht genügend Nahrung erhalten.

Hier folgt eine Tabelle mit unseren Messwerten:

Datum 3.11.17 6.11.17 8.11.17 10.11.17 13.11.17 16.11.17
Glukose 11.25g 11.90g 11.65g 11.60g 11.75g 11.65g
Fruktose 11.50g 11.95g 11.85g 11.95g 12.00g 12.10g
kein Zucker 12.05g 12.60g 12.70g 12.65g 12.50g 12.70g

Tabelle des Gewichts der Mehlwürmer

Damit die Gewichtszunahme, respektive die Gewichtsabnahme besser sichtbar sind, wurden Diagramme erstellt.

Unser Fazit:

Im Allgemeinen kann man sagen, dass das Gewicht der Mehlwürmer zuerst gestiegen ist. Bei Glukose war die Steigung steil, nach 11.90 Gramm hat das Gewicht extrem abgenommen, was uns zuerst überraschte. Jedoch stellten wir fest, dass ein Mehlwurm bei der dritten Messung fehlte. Wir nehmen an, dass dieser von den anderen Mehlwürmern aufgegessen wurde.

Bei allen Experimente war zu wenig Wasser vorhanden.

Die Gelees waren vorallem bei der zweiten und dritten Messung nach einiger Zeit an der Oberfläche ausgetrocknet. Bei Fruktose und Glukose zeigt sich im Diagramm, dass die Würmer mehr Gewicht verloren haben, als bei den Haferflocken. Dies lieg am Mangel an Wasser. Das führte dazu, dass die Mehlwürmer dehydrierten. Wir stellten fest, dass die Mehlwürmer Wasser brauchen, damit sie den Zucker gut abbauen können. Als wir die Gelees mit Wasser aufweichten, war wieder eine Gewichtszunahme bei Fruktose und Glukose ersichtlich.

Die Mehlwürmer ohne Zucker zeigten zu unserer Überraschung eine weitere Gewichtsabnahme. Wir nehmen an, dass die Mehlwürmer kurz vor dem Häuten waren, da sie durch die gute Nahrungsquelle die besten Voraussetzungen der weiteren Entwicklung hatten.

Die Mehlwürmer bei Fruktose und Glukose wurden mit der Zeit sehr zappelig und aktiv. Dies hat damit zu tun, dass ihre Nahrung eine hohe Zuckerkonzentration hatte. Das ist jedoch nur reine Spekulation, da es noch keine wissenschaftlichen Belege gibt, dass Zucker hyperaktiv macht.

 

 

 

 

 

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