Acht Kaventsmänner und ihr Leben in der Plastikkiste, die erste Fressattacke

Wir schreiben den 17. Januar 2018, der zweite Tag unseres Projektes. 48 Stunden haben die Mehlwürmer sich nun an ihr neues zu  Hause gewöhnt und sie fühlen sich pudelwohl, haben sich richtig gut eingelebt. Dies löste Glücksgefühle in unseren kleinen Herzchen aus, denn wenn unsere Mehlwürmer glücklich und vollkommen sind, sind wir es ebenso. In der kleinen, mehr oder weniger Artgerechten Plastikkiste herrschen ideale Lebensbedingungen. So kann man von den engen Räumlichkeiten mit gutem Gewissen absehen, denn  Nahrung für den kleinen Hunger zwischen durch ist im Überfluss vorhanden. Sogar für soziale Bedürfnisse ist gesorgt, denn die Mehlwürmer müssen keines Wegs alleine vor sich hin lungern, sondern können sich mit ihren Kameraden über Gott und die Welt unterhalten.

Unsere Kaventsmänner durchliefen ihre Entwicklungsphasen auf unterschiedliche Weise . Zusammen brachten die 4 Vagabunden des süssen Behälters 3.3 Gramm auf die Waage, die des salzigen nur schlappe 2.8 Gramm. Wir vermuten, dass ihnen die salzigen Köstlichkeiten wohlmöglich nicht so zusagen.

Am nächsten Morgen machten wir eine Entdeckung der ganz und gar phänomenalen Art. Unsere Würmer aus dem salzigen Behälter hatten sich ganz schön gehen lassen und wogen nun zusammen 3.4 Gramm. Es scheint ihnen also zu schmecken.

Einen Tag später, auf dem Kalenderblatt ist eine 19 zu erblicken, haben wir erneut gemessen und interessante Ergebnisse erhalten. Die Mehlwürmer im süssen Behälter wogen nun noch 3.5 Gramm. Man kann also davon ausgehen, dass ihnen ihr Übergewicht ziemlich schnuppe ist und Mehlwürmer keinen Morgensport betreiben. Die Bewohner des salzigen Plastikbehälters schienen jedoch an Gewicht verloren zu haben, denn auf der Waage erschien eine 2.6.

Aus diesen Befunden kann man schliessen, dass die ungesund ernährten Mehlwürmer kontinuierlich zunehmen. Die salzig, bzw. gesund ernährten Mehlwürmer jedoch mit der Zeit wieder an Gewicht verlieren.

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